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Alleine fernsehen ist out!

von Liza, 26. Januar 2012, in Tonka liebt Startups
1 Kommentar

Social-TV bringt Stimmung vor die Mattscheibe

Ein neuer Trend schwappt aus den USA zu uns rüber: das Social TV. Laut einer Yahoo-Studie von 2011 schauen circa 86 Prozent aller Smartphone-Nutzer in den USA während des Fernsehens auch mal auf ihr Handy. 25 Prozent davon besuchen dann Onlineinhalte zum jeweiligen TV-Programm. Die neuen Social TV-Produkte perfektionieren das Ganze nun und bringen so Fernsehen, mobiles Internet und soziale Netzwerke auch bei uns unter einen Hut. Welche App dem „Second Screen“-Nutzer welchen Mehrwert bringt, haben wir für euch kurz zusammengefasst.

TunedIn – Abgestimmtes Fernsehvergnügen
Das von Justin Scull und Sebastian Bartz gegründete Jungunternehmen mit Büro in Berlin und New York bereichert das Film- und Fernseherlebnis auf vielfältige Weise:
Erstens setzt TunedIn mit seiner Kommentarfunktion auf kollektiven TV-Spaß,
zweitens kann die App als Film- und Serien-Guide genutzt werden und
drittens machen Social-Media-Funktionen wie das Leaderboard, das die größten Fans eines Programms auflistet, zusätzlich Spaß.

Pro: Ein schönes Gimmick ist die integrierte To-Do-Liste für Formate, die man auf keinen Fall verpassen will. Außerdem besticht die App durch ihr schickes Design.
Contra:
Was fehlt, ist der direkte Weg zum Film- bzw. Fernsehprogramm, denn wer dank der App auf einen vielversprechenden Streifen gestoßen ist, muss sich den Weg zu diesem trotzdem noch selber bahnen.

Tweek – Der Video-Guide fürs IPad
Was tweek ausmacht, ist der Focus auf das Entdecken von On-Demand-Programmen auf Basis von Empfehlungen meiner Facebook-Kontakte. Wer die App nutzt, erfährt was seine Facebook-Freunde gerne im TV sehen und kann dann dem Link zum passenden VoD-Angebot folgen. Außerdem generiert tweek für jedes Programm eine Profilseite. Dort können TV-Fans unter anderem Film-Trailer ansehen und in das Programm „einchecken“.

Pro: Tweek macht optisch was her und verkürzt den Weg zur Wunschunterhaltung.
Contra:
Praktisch wäre die Integration weiterer Social- Media-Kanäle, denn wer nur wenige oder inaktive Facebook-Freunde hat, wird nicht viel Freude an der neuen App haben.

Couchfunk – Der Name ist Programm
Parallel zum TV-Programm mit anderen Zuschauen der Sendung per App “twitten”? Couchfunk hat das optimiert. Die Gründer Uz Kretzschmar und Frank Barth verstehen ihre kostenlose Plattform als Service-Leistung, die das Fernsehprogramm neu beleben soll. Neben einer sendungsspezifischen Oberfläche mit Kommentarfunktion findet der Nutzer unter anderem eine Übersicht aktueller Sendungen und häufig diskutierter Programme.

Pro: Eine Favoritenliste schafft schnellen Zugang zum Lieblingsprogramm.
Contra:
Couchfunk lebt von seinen Zuschauerstimmen zu aktuellen TV-Sendungen – eine schnellere Aktualisierung des Streams wäre also von Vorteil. Momentan geschieht das nur einmal pro Minute.

Zapitano – „Vom Zapper zum Zapitano“
Bei Zapitano steht das Kommentieren und Bewerten des TV-Programms im Vordergrund. Das Start-up von Jens Hegenberger, Marc Mogalle, Gunnar Gläser und Hans-Detlef Schulz hat sich also wie Couchfunk auf das Nebenher-Twittern auf dem Second-Screen spezialisiert. Ein zusätzliches Bonbon: Ausgewählte Klamotten und Gadgets der TV-Stars sollen über die App zu bestellen sein.

Pro: Freuen kann sich der Nutzer auf ein individuell zusammengestelltes Fernseh-Programm, das auf Empfehlungsbasis täglich vorgeschlagen wird.
Contra:
Refinanzieren will sich Zapitano vor allem über crossmediale Werbung. Bleibt zu hoffen, dass die Gründer ein gutes Händchen für deren Dosierung haben.

Artikelbild: © Daniela Baack / PIXELIO

1 Kommentar

  1. Kommentar von Nadia am 3. Februar 2012:

    Vielen Dank liebe Liza!

    Love,
    Team Tweek

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