Weihnachtsgeld: Nur jede fünfte Stelle verspricht den Bonus

Frankfurt am Main, 19. Dezember 2018
Credit: Sharon McCutcheon

Auf einen Blick

  • Adzuna vergleicht über 580.000 Stellenangebote in Deutschland auf die Zusicherung von Weihnachtsgeld
  • In jeder fünften wird es offeriert, bei Inseraten ohne Tarifverträge in jeder achten
  • Am häufigsten wird Arbeitnehmern in der Fertigung-, Handels- und Baubranche ein Weihnachtsgeld offeriert

Frankfurt am Main, 19. Dezember 2018. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes erhalten neun von zehn Tarifbeschäftigten in Deutschland 2018 Weihnachtsgeld. Für Arbeitssuchende wird hingegen nur in jedem fünften Stellenangebot die Jahressonderzahlung zugesichert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung der Meta-Jobsuchmaschine Adzuna (www.Adzuna.de), welche über 580.000 Stellenangebote Deutschland am 11. Dezember auf die Jahressonderzahlung hin ausgewertet hat.

Arbeitgeber in Schleswig-Holstein am großzügigsten
Demzufolge versprechen derzeit 110.740 von 581.870 untersuchten Stellenangeboten (19 Prozent) den Jobsuchenden die Zahlung von Weihnachtsgeld. Im Vergleich der Bundesländer ist dies in Schleswig-Holstein am häufigsten der Fall: In jedem dritten Inserat (33,5 Prozent) kommt die Sonderzahlung vor. Dahinter folgen Niedersachsen und Rheinland-Pfalz mit einem Anteil von rund 29 bzw. 27 Prozent. Am seltensten gibt es die Zahlung hingegen in Berlin: Bei 35.310 verglichenen Inseraten enthalten nur 3.717 (10,5 Prozent) einen Bonus zur Weihnachtszeit.

Städtevergleich: Bielefeld und Wuppertal auf Rang eins, Düsseldorf letzter
Innerhalb der 20 einwohnerstärksten Städte Deutschlands zahlen Arbeitgeber in Bielefeld und Wuppertal am häufigsten ein Weihnachtsgeld: In rund 25 Prozent der Inserate ist der Bonus enthalten. Dahinter folgt Bochum mit 22,8 Prozent auf Rang drei. Deutlich seltener wird die Zahlung in München (Platz 18) und Stuttgart (Platz 19) mit anteilig 8,9 bzw. 8 Prozent angegeben. Das Schlusslicht bildet Düsseldorf mit einem Anteil von 6 Prozent bei 12.040 verglichenen Inseraten.

Fertigung- sowie Handel und Bau-Branche zahlen oft
Am häufigsten wird das Weihnachtsgeld in Jobangeboten der Branchen Fertigung sowie Handel und Bau angegeben. Mit 33 bzw. 30 Prozent enthält jede dritte Stelle einen Bonus zum Jahresende. Etwas geringer ist der Anteil bei der Logistik und Lagerhaltung sowie Gesundheitswesen und Pflege mit knapp 26 Prozent. Bei IT- und Technikerstellen liegt der Anteil hingegen nur bei 8,6 Prozent.

Verhältnis ohne Inserate mit Tarifverträgen deutlich schlechter
Das Verhältnis von Stellenangeboten mit Weihnachtsgeld sinkt deutlich, wenn Inserate mit Bezahlung nach Tarifvertrag aus der Analyse ausgeschlossen werden. Demzufolge bieten hierzulande nur noch 12,9 Prozent (74.853) statt 19,8 Prozent (110.736) der untersuchten Stellen das 13. Monatsgehalt an. Das führt innerhalb Niedersachsen und Bremen dazu, dass sich die Inserate mit Weihnachtsgeld auf anteilig 16 bzw. 12 Prozent halbieren. Auch bei den Branchen ist der Unterschied deutlich: Bei der Fertigung sinkt der Anteil von 32,8 auf 16 Prozent, bei Handel und Bau von 30,2 auf 19,4 Prozent.

Inja Schneider, Country Managerin Deutschland bei Adzuna, zu den Ergebnissen:
“Das Weihnachtsgeld sorgt zum Ende des Jahres bei vielen Arbeitnehmern für positive Stimmung – dieses Glück ist jedoch nicht jedem vergönnt. Wie unsere Untersuchung zeigt, stellen Arbeitgeber außerhalb von tarifrechtlichen Bestimmungen deutlich seltener den Bonus in Aussicht. Unsere Empfehlung für Arbeitnehmer ist daher alternativ nach leistungsabhängigen Zahlungen wie Boni zu fragen, falls das Weihnachtsgeld im eigenen Unternehmen nicht gängig ist und eine gute Performance für das vergangene Arbeitsjahr vorgewiesen werden kann.”

Alle Ergebnisse der Untersuchung finden Sie detailliert unter:
www.adzuna.de/blog/2018/12/14/weihnachtsgeld/

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Über Adzuna

Adzuna ist eine Meta-Suchmaschine für Stellenanzeigen. Das Londoner Unternehmen Adzuna (www.adzuna.de) vereinfacht die Jobsuche, indem es alle Stellenausschreibungen untersucht und diese auflistet. Die Arbeitsmarktdaten von Adzuna werden mittlerweile von der britischen Regierung als Datenquelle für aktuelle Arbeitsmarkttrends genutzt. Die Webseite zeigt Stellenangebote in 16 Ländern an. An dem Unternehmenssitz in London werden über 30 Mitarbeiter beschäftigt.

 
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